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<title>Operation Jedburgh</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Operation Jedburgh</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Die <b>Operation Jedburgh</b> war eine Geheimdienstoperation der westlichen Alliierten während des Zweiten Weltkrieges. Sie begann im März 1943 und war die erste echte Zusammenarbeit zwischen dem amerikanischen <a href="Office_of_Strategic_Services" title="Office of Strategic Services">Office of Strategic Services</a> (OSS), der britischen <a href="Special_Operations_Executive" title="Special Operations Executive">Special Operations Executive</a> (SOE), dem französischen <a href="Bureau_Central_de_Renseignements_et_d%E2%80%99Action" title="Bureau Central de Renseignements et d’Action">Bureau Central de Renseignements et d’Action</a> (BCRA) und den Exil-Militärs der <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlande</a> und <a href="Belgien" title="Belgien">Belgiens</a>. Ziel war es, kleine Gruppen von <a href="Agent_(Nachrichtendienst)" title="Agent (Nachrichtendienst)">Agenten</a> mit <a href="Fallschirm" title="Fallschirm">Fallschirmen</a> hinter die deutschen Linien in Frankreich, Belgien und den Niederlanden einzuschleusen, um den bewaffneten Widerstand zu unterstützen und den <a href="D-Day" title="D-Day">D-Day</a> sowie den Einmarsch der alliierten Streitkräfte nach <a href="NS-Staat" title="NS-Staat">Deutschland</a> vorzubereiten. Pläne des Gegners sollten ausspioniert, Kommunikations- und Versorgungswege durch <a href="Sabotage" title="Sabotage">Sabotageakte</a> zunichtegemacht werden und inszenierte <a href="Guerilla" title="Guerilla">Guerillakriege</a> sollten die Armeen des <a href="Drittes_Reich" title="Drittes Reich">Dritten Reichs</a> schwächen. Neben Einsätzen in Europa gab es auch einige in Asien gegen <a href="Japanisches_Kaiserreich" title="Japanisches Kaiserreich">Japan</a>. Die Angehörigen der <a href="Spezialeinheit" title="Spezialeinheit">Spezialeinheit</a> wurden „Jeds“ genannt. Die Operation Jedburgh gilt als der Vorläufer heutiger Spezialeinheiten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Name">Name</h2></div>
<p>Über die Herkunft des Namens „Operation Jedburgh“ gibt es viele Legenden. Eine der populärsten Meinungen ist die, dass sich der Name von der schottischen Stadt <a href="Jedburgh" title="Jedburgh">Jedburgh</a> in den <a href="Scottish_Borders" title="Scottish Borders">Scottish Borders</a> ableitet. Im späten <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> war diese berüchtigt für <a href="Schmuggel" title="Schmuggel">Schmuggel</a> und Raubzüge der <a href="Border_Reivers_(Bande)" title="Border Reivers (Bande)">Border-Reivers</a>-Bande.
</p><p>Andere Theorien behaupten, er käme von einer Stadt in <a href="S%C3%BCdafrikanische_Union" title="Südafrikanische Union">Südafrika</a>, die während der <a href="Zweiter_Burenkrieg" title="Zweiter Burenkrieg">Burenkriege</a> gegen die Briten eine Rolle spielte, dass sich der Name von den bei den <a href="Operation_(Milit%C3%A4r)" title="Operation (Militär)">Operationen</a> benutzten Funkgeräten (Jed-Sets) der Teams herleitete, oder von der französischen Übersetzung für den D-Day: „J-Jour“. Womöglich war er aber schlicht und einfach ganz zufällig von einer Liste mit Codenamen für Einsätze gewählt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Captain_Ikes_paramilitärische_Geheimarmee"><span id="Captain_Ikes_paramilit.C3.A4rische_Geheimarmee"></span>Captain Ikes paramilitärische Geheimarmee</h2></div>
<p>Die Operation Jedburgh war die erste echte Zusammenarbeit zwischen der Special Operations-Abteilung des OSS und der Special Operations Executive. Letztere arbeitete mit den in London ansässigen Militäreinheiten der <a href="Exilregierung" title="Exilregierung">Exilregierungen</a> aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden zusammen. Da die Ressourcen für einen großangelegten Angriffskrieg seitens der SOE zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden waren, den Briten standen nur 23 <a href="Handley_Page_Halifax" title="Handley Page Halifax">Handley Page Halifax Bomber</a> zur Verfügung, nutzte man die Erfahrungen der OSS für <a href="Psychologische_Kriegsf%C3%BChrung" title="Psychologische Kriegsführung">psychologische Kriegsführung</a>. Mit <a href="Seeblockade" title="Seeblockade">Seeblockaden</a> und ständigen <a href="Luftangriff" title="Luftangriff">Bombenangriffen</a> allein konnte man Nazideutschland auch nicht zur <a href="Kapitulation" title="Kapitulation">Kapitulation</a> zwingen. So entschied man sich, das Reich von Innen heraus zu destabilisieren, bevor man zum D-Day und zum Endkampf überging. Dafür setzte man auf die Mitarbeit ziviler Widerstandsgruppen aus den besetzten Gebieten und bildete geeignete Leute, die vor den Nationalsozialisten aus ihren Heimatländern nach England geflohen waren, zu <a href="Agent_(Nachrichtendienst)" title="Agent (Nachrichtendienst)">Geheimagenten</a> aus.
</p><p>Die Operation Jedburgh unterstand dem <a href="Oberbefehlshaber" title="Oberbefehlshaber">Oberbefehlshaber</a> der <a href="Supreme_Headquarters_Allied_Expeditionary_Force" title="Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force">Alliierten Streitkräfte Europas</a>, General <a href="Dwight_D._Eisenhower" title="Dwight D. Eisenhower">Dwight D. Eisenhower</a>. Ein Jedburgh-Team bestand meist aus drei Personen. Jeweils einer der Offiziere war britischer, amerikanischer oder französischer Abstammung und der andere von der Nationalität des entsprechenden Landes, in dem der Einsatz stattfinden sollte. Ein Mitglied des Teams war immer Funker, um mit dem Kommunikationsgerät, das allgemein als „Jed-Set“ bezeichnet wurde, Kontakt zu dem <a href="Hauptquartier" title="Hauptquartier">Hauptquartier</a> der Special Forces aufzunehmen. Dieser konnte von jeder alliierten Nationalität sein. Manchmal wurden auch größere Gruppen entsandt.
</p><p>
Amerikanische Soldaten, die Monate vor dem D-Day für den Einsatz ausgebildet wurden, erhielten den Aufruf:</p><blockquote><p>„Gesucht: Freiwillige für den sofortigen Auslandseinsatz. Kenntnisse in Französisch oder einer anderen europäischen Sprache bevorzugt; Bereitschaft und Fähigkeit, sich als Fallschirmspringer zu qualifizieren, notwendig; Wahrscheinlichkeit eines gefährlichen Einsatzes garantiert.“<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></p></blockquote><p>Männer, die sich für den mysteriösen Auftrag meldeten, erfuhren erst nach einer Reihe von physischen und psychischen Tests, dass sie bei einer geheimen Organisation eingesetzt werden sollten, von der sie zuvor noch nie etwas gehört hatten.
</p><div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausbildung">Ausbildung</h2></div>
<p>Motto der Jeds war „Überraschen, töten, verschwinden“. Die dreimonatige Ausbildung der <a href="Paramilit%C3%A4r" title="Paramilitär">paramilitärischen</a> Einheit bestand aus <a href="Fallschirmspringen" title="Fallschirmspringen">Fallschirmspringen</a>, <a href="Kampfschwimmer" title="Kampfschwimmer">Amphibienoperationen</a>, <a href="Skifahren" title="Skifahren">Skifahren</a>, <a href="Bergsteigen" title="Bergsteigen">Bergsteigen</a>, <a href="Funktechnik" title="Funktechnik">Funktechnik</a> mit <a href="Morsezeichen" class="mw-redirect" title="Morsezeichen">Morsezeichen</a>, Schießen mit <a href="Kleinwaffe" title="Kleinwaffe">Kleinwaffen</a>, <a href="Navigation" title="Navigation">Navigation</a>, <a href="Nahkampf" title="Nahkampf">Nahkampf</a>, <a href="Sprengstoff" title="Sprengstoff">Sprengstofftechnik</a> und Spionagetaktik sowie Fremdsprachenunterricht.
</p><p>Die Basis befand sich im Herrenhaus <a href="Milton_Hall" title="Milton Hall">Milton Hall</a>, unweit der Stadt <a href="Peterborough" title="Peterborough">Peterborough</a>, im Osten Englands und nicht, wie oft angenommen, irgendwo in den Schottischen Highlands.
</p><p>Insgesamt wurden 286 „Jeds“ für ihren Einsatz ausgebildet – 83 Amerikaner, 90 Briten, 103 Franzosen, 5 Niederländer und 5 Belgier. Mit Fallschirmen sollten 93 Teams in Frankreich und 8 in den Niederlanden landen. Von dort aus sollten sie mit Hilfe der einheimischen Widerstandsgruppen den D-Day vorbereiten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausrüstung"><span id="Ausr.C3.BCstung"></span>Ausrüstung</h2></div>
<p>Zur persönlichen Ausrüstung eines „Jeds“ gehörten für jeden Mann ein <a href="M1_Carbine" title="M1 Carbine">M1-Karabiner</a> und eine <a href="Colt_M1911" title="Colt M1911">Colt-M1911</a>-Automatikpistole. Des Weiteren ein <a href="Schlafsack" title="Schlafsack">Schlafsack</a>, ein Lebensmittel- und <a href="Notfallkoffer" title="Notfallkoffer">Medipack</a>, ein <a href="Fernglas" title="Fernglas">Feldstecher</a>, eine auf <a href="Seidentuch" title="Seidentuch">Seide</a><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>Anmerkung 1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> gedruckte Landkarte des entsprechenden Gebiets sowie die Sabotageausrüstung und einige nützliche Kleinigkeiten, mit denen man das Vertrauen der Widerstandsgruppen gewinnen oder sie unterstützen konnte.
</p><p>Funker hatten zusätzlich zu ihrem B Mk II-Funkgerät<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seidentaschentücher, auf denen 500 <a href="Redewendung" title="Redewendung">Phrasen</a> für den Kommunikationsaustausch notiert waren. Diese wurden durch vierstellige Codes ersetzt, um Übertragungszeit zu sparen. Einmalige Kenncodes – <a href="One-Time-Pad" title="One-Time-Pad">One-Time-Pads</a> – dienten dazu, die Nachricht zu verschlüsseln. Die Codenamen der einzelnen Teams waren in der Regel Vornamen. Um den deutschen Geheimdienst zu verwirren, bekamen die Teams später alle möglichen Namen zugeteilt, wie Medikamente, Automarken und andere Dinge.
</p><p>Bei seinen Einsätzen trug das Team die ganz normale Militäruniform, damit keine Rückschlüsse zur Verbindung mit der Geheimdienstorganisation geschlossen werden konnte. Zudem stand ihnen so ein gewisser Schutz durch <a href="Genfer_Konventionen" title="Genfer Konventionen">internationale Abkommen</a> zu, selbst wenn sie, wie hier, hinter den feindlichen Linien operierten. Gemäß <a href="Kommandobefehl" title="Kommandobefehl">Adolf Hitlers Kommandobefehl</a> bestand trotzdem für alle Angehörigen alliierter Streitkräfte, die sich hinter deutschen Linien befanden, die Gefahr, bei Gefangennahme gefoltert und hingerichtet zu werden. Die Einsätze waren allerdings nie ganz legal und in allen Punkten abgesegnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einsatz_hinter_den_Frontlinien">Einsatz hinter den Frontlinien</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Frankreich">Frankreich</h3></div>
<p>Um die Deutschen nicht auf das genaue Datum der Invasionspläne aufmerksam zu machen, erlaubte der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte Europas, General Dwight D. Eisenhower, den Jedburgh-Teams erst in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1944 über dem besetzten Frankreich abzuspringen.
</p><p>Das erste Jedburgh-Team, das nachts mit Fallschirmen in Frankreich landete, war das Team „Hugh“. Mit einer Widerstandsgruppe in der Nähe von <a href="Ch%C3%A2teauroux" title="Châteauroux">Châteauroux</a> sollten sie die <a href="Operation_Overlord" title="Operation Overlord">Operation Overlord</a> vorbereiten. Zwischen Juni und Dezember folgten 93 weitere Jedburgh-Teams und organisierten in 54 weiteren Metropolregionen Frankreichs die Befreiung. Hauptaufgabe der Teams war es, als Verbindungsmänner zwischen den Alliierten Streitkräften und den Einheimischen zu dienen und ihre Ratschläge sowie die strategischen und die Führungskenntnisse weiterzugeben. Ihre größte Stärke lag jedoch darin, Verteidigungsanlagen und Munitionslager des Gegners zu zerstören.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Niederlande">Niederlande</h3></div>
<p>Von September 1944 bis April 1945 waren acht Jedburgh-Teams in den Niederlanden aktiv. Das erste Team mit dem Codenamen „Dudley“ landete eine Woche vor der <a href="Operation_Market_Garden" title="Operation Market Garden">Operation Market Garden</a> im Osten der Niederlande. Die nächsten vier Teams unterstützten die alliierten Luftstreitkräfte bei der Durchführung von Market Garden. Nach dem Scheitern der Befreiungsmission ging davon ein Jedburgh-Team in den befreiten Süden der Niederlande und bildete eine Gruppe ehemaliger Widerstandskämpfer aus. Im April 1945 kamen die beiden letzten niederländischen Jedburgh-Teams zum Einsatz. Das Team mit dem Namen „Gambling“ war eine kombinierte Gruppe aus Jedburgh und Special Air Service (SAS). Es wurde zur Unterstützung des Vormarsches der Alliierten in der Mitte der Niederlande abgesetzt. Das andere Team wurde im Rahmen einer Befreiungsaktion des <a href="Durchgangslager_Westerbork" title="Durchgangslager Westerbork">Konzentrationslagers Westerbork</a> bei der SAS-Operation „Amherst“ über den nördlichen Niederlanden abgesetzt.
</p><p>Trotz der geographischen Schwierigkeiten, in den flachen und dicht besiedelten Niederlanden im Verborgenen zu operieren, waren die Jedburgh-Teams recht erfolgreich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_europäische_Länder"><span id="Weitere_europ.C3.A4ische_L.C3.A4nder"></span>Weitere europäische Länder</h3></div>
<p>Weitere Einsatzgebiete der Jedburgh-Teams waren: <a href="Belgien" title="Belgien">Belgien</a>, <a href="Norwegen" title="Norwegen">Norwegen</a>, <a href="Italien" title="Italien">Italien</a>, <a href="Jugoslawien" title="Jugoslawien">Jugoslawien</a>, <a href="Griechenland" title="Griechenland">Griechenland</a>, <a href="Polen" title="Polen">Polen</a>, die <a href="Tschechoslowakei" title="Tschechoslowakei">Tschechoslowakei</a> und das <a href="Deutsches_Reich" title="Deutsches Reich">Deutsche Reich</a> einschließlich <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a>. Einige Jedburgh-Teams waren auch in <a href="Algerien" title="Algerien">Algerien</a> eingesetzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verluste">Verluste</h3></div>
<p>Während der Einsätze wurden 21 Jeds getötet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fernost">Fernost</h2></div>
<p>Das Erfolgsmodell Jedburgh wurde ab 1945 auch von den Alliierten im <a href="South_East_Asia_Command" title="South East Asia Command">Südostasienkommando</a> (SEAC) übernommen, um die von Japan besetzten Gebiete zu befreien, darunter auch die ehemalige Kolonie <a href="Franz%C3%B6sisch-Indochina" title="Französisch-Indochina">Französisch-Indochina</a>. Unter der Leitung von <a href="Louis_Mountbatten%2C_1._Earl_Mountbatten_of_Burma" title="Louis Mountbatten, 1. Earl Mountbatten of Burma">Lord Mountbatten</a> wurden 60 französische Jedburghs und Teams aus dem neu geschaffenen Corps Léger d’Intervention (CLI = Leichte Interventionskorps) ausgesandt. Aber auch amerikanische Einheiten des OSS beteiligten sich daran. Mit Guerillataktiken sollte die <a href="Kaiserlich_Japanische_Armee" title="Kaiserlich Japanische Armee">Kaiserlich Japanische Armee</a> geschwächt werden und der Widerstand in der Bevölkerung gegen die japanischen Besatzer wachsen. Dafür waren besonders Volksgruppen geeignet, die unter der japanischen Besatzung und deren Hilfsarmeen besonders zu leiden hatten. Die „Jedburgh-Teams“ bildeten Tausende der Einheimischen zu Guerillakämpfern aus, welche die Alliierten Streitkräfte beim Einmarsch in die besetzten Länder hinter den japanischen Linien unterstützen sollten.
</p><p>Weitere Einsatzgebiete waren Birma, Thailand, Indien und China.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nach_dem_Krieg">Nach dem Krieg</h2></div>
<p>Viele der überlebenden amerikanischen Jeds bekamen nach dem Zweiten Weltkrieg verantwortungsvolle Positionen in der US-Armee oder dem OSS-Nachfolger <a href="Central_Intelligence_Agency" title="Central Intelligence Agency">CIA</a>. Beispiele hierfür sind <a href="William_Colby" title="William Colby">William Colby</a>, der CIA-Direktor wurde, Lucien Conein<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, ein Verbindungsoffizier der CIA in Vietnam, General John K. Singlaub<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und Colonel Aaron Bank<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, beides Oberbefehlshaber der United States Army Special Forces.
</p><p>Unter den französischen Jedburghs befanden sich <a href="Paul_Aussaresses" title="Paul Aussaresses">Paul Aussaresses</a>, späterer Gründer des <a href="11e_r%C3%A9giment_parachutiste_de_choc" title="11e régiment parachutiste de choc">11e RPC</a> des <a href="Service_de_documentation_ext%C3%A9rieure_et_de_contre-espionnage" title="Service de documentation extérieure et de contre-espionnage">SDECE</a> und Experte für Aufstandsbekämpfung in Französisch-Algerien, Jean Sassi,<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der später in der 11e RPC diente und Pionier der konventionellen Guerillakommandos GCMA mit <a href="Roger_Trinquier" title="Roger Trinquier">Roger Trinquier</a> während des Ersten Indochina-Krieges war, und General Guy Le Borgne,<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Kommandeur des 8. Marineinfanterie-Fallschirm-Regiment der französischen Armee in Indochina, des 3. Marineinfanterie-Fallschirm-Regiment in Algerien und der 11. Parachute Division.
</p><p>Die Einheit der Operation Jedburgh gilt als Vorläufer der Spezialeinheiten. Die gewonnenen Erfahrungen und Techniken wurden übernommen und sind heute noch Teil des Trainingsprogramms.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Colin_Beavan" title="Colin Beavan">Colin Beavan</a>: <i>Operation Jedburgh: D-Day and America’s First Shadow War.</i> Penguin Books, 2007, ISBN 978-0-14-311202-0 (englisch).</li>
<li>Patrick K. O’Donnell: <i>Operatives, Spies and Saboteurs: The Unknown Story of World War II’s OSS.</i> Citadel, 2006, ISBN 978-0-8065-2798-7 (englisch).</li>
<li>Benjamin F. Johnes: <i>Eisenhower’s Guerillas: The Jedburghs, the Maquis, and the Liberation of France.</i> Oxford University Press Inc, 2016, ISBN 978-0-19-994208-4 (englisch).</li>
<li>David W. Hogan Jr.: <i>U.S. Army Special Operations in World War II.</i> Center of Military History – Department of the Army, Washington, D.C. 1992, (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://history.army.mil/html/books/070/70-42/CMH_Pub_70-42.pdf">Digitalisat online</a> auf der Website der U.S. Army [PDF; 15,7 MB])</li>
<li>Samuel Lewis: <i>Jedburgh Team Operations in Support of the 12th Army Group, August 1944.</i> U.S. Army Command and General Staff College, Fort Leavenworth, Kansas, 1991 (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.armyupress.army.mil/Portals/7/combat-studies-institute/csi-books/lewis.pdf">Digitalisat</a> auf der Website der Army University Press [PDF; 6,9 MB]).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Operation_Jedburgh?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Operation Jedburgh</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.cia.gov/stories/story/surprise-kill-vanish-the-legend-of-the-jedburghs/">CIA – Surprise, Kill, Vanish: The Legend of the Jedburghs</a> (englisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.cia.gov/library/center-for-the-study-of-intelligence/kent-csi/vol42no5/pdf/v42i5a03p.pdf">CIA – „1944: An Allied Team With the French Resistance“ a memoir by OSS Jedburgh Robert R. Kehoe</a> (englisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.cia.gov/library/publications/intelligence-history/oss-catalogue/OSS%20catalogue.pdf">CIA – OSS Ausstellungskatalog</a> des <a href="CIA_Museum" title="CIA Museum">CIA-Museums</a> (englisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://codenames.info/operation/jedburgh/">Codenames Operations of World War 2 – Operation Jedburgh</a> (englisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nam.ac.uk/explore/SOE">National Army Museum – Special Operations Executive (SOE)</a> (englisch)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkungen">Anmerkungen</h2></div>
<ol class="references" data-mw-group="Anmerkung">
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Die Karten mussten fester als Papier, wasserfest und reißfest sein. Meist waren die Karten nicht auf echter Seide, sondern <a href="Viskosefaser" title="Viskosefaser">Reyon</a> gedruckt. Diese Stoffkarten werden auch Fluchtkarten genannt. Im Notfall ließ sich das Tuch auch für andere Zwecke nutzen.</span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20190715031003/https://www.cia.gov/news-information/featured-story-archive/2015-featured-story-archive/legend-of-the-jedburghs.html"><i>Surprise, Kill, Vanish: The Legend of the Jedburghs — Central Intelligence Agency.</i></a> Archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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